Die Kläranlage Steeden des Abwasserverbands Runkel-Villmar hat eine Ausbaugröße von 10.500 Einwohnerwerten und verfügt über eine mechanisch-biologische Abwasserreinigung mit aerober Schlammstabilisierung und maschineller Schlammentwässerung. Im Jahr 2013 ergab eine Energieanalyse einen spezifischen Elektrizitätsverbrauch von 39,8 kWh/(EW x a). Verschiedene Optimierungsmaßnahmen wurden seitdem umgesetzt, allerdings wird noch ein erhebliches Einsparpotential bei einer Gesamtbetrachtung der Kläranlage einschließlich Schlammbehandlung gesehen. Zentrale Bestandteile der Machbarkeitsstudie sollen die technisch-wirtschaftliche Betrachtung einer Optimierung der Belüftungseinrichtung des Belebungsbeckens sowie des Rücklaufschlammpumpwerkes und die Optimierung der Schlammbehandlung bzw. -entwässerung sein. Untersucht werden soll weiterhin die Umstellung auf eine anaerobe Schlammstabilisierung mit Faulgasnutzung.
Als Systemgrenze für die Potentialanalyse wird die gesamte Kläranlage einschließlich Pumpwerken, Abwasserreinigung und Schlammbehandlung gesehen. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie soll die Kläranlage technisch und wirtschaftlich ganzheitlich untersucht werden.
Die Potentialanalyse umfasst die folgenden Teilleistungen:
- Bestandsaufnahme
- Potentialanalyse
- Entwicklung grober Verfahrensskizzen für technisch / organisatorische Minderungsmaßnahmen
- Vorplanung
Die Machbarkeitsstudie wird durch den Bund mit 50 % bis zu 44.625 EUR gefördert (Förderkennzeichen 67K23175). Diese Zuwendungen gehören zur „Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes“. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Weiterführende Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finden Sie unter: www.klimaschutz.de