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30.07.2014 Erneuerung eines Betontrogs am Zulaufpumpwerk der Kläranlage Beuerbach

Der Betontrog der Zulaufpumpe 1 wird erneuert.

Im Zulauf der Kläranlage Beuerbach muss das ankommende Abwasser um rund 3,80 Meter angehoben werden. Dieses Anheben erfolgt mit drei so genannten Schneckenpumpen, die nach dem Prinzip von Archimedes, aus dem dritten Jahrhundert vor Christus, funktionieren. Diese Art des Förderns ist insbesondere für den Zulaufbereich von Kläranlagen sehr gut geeignet, da die Pumpen außerordentlich zuverlässig und wartungsarm auch grobe Verunreinigungen fördern können.

Die Pumpen bestehen jeweils aus einer um eine Welle gewickelte Spirale, die in einem mit 38 ° geneigten Trog liegt (siehe Fotos). Die Länge der Schneckenwelle beträgt 7,10 Meter. Der Abwasserzufluss bei starken Regenereignissen kann auf über 25.000 m³ pro Tag ansteigen.

Schnecke 1 ist ausgebaut.
Im Zulauf der Kläranlage Beuerbach muss nach mehr als 30 Jahren Betrieb der Betontrog der Schnecke 1 erneuert werden. Der verschlissene Betontrog wird zunächst ausgestemmt und mit neuem Estrich versehen. Anschließend werden extrem harte Platten aus so genanntem Schmelzbasalt als neues "Schneckenbett" verlegt. Die Arbeiten erfordern verschiedene Teilschritte, bei denen die eigentliche Schnecke mehrfach aus- und wieder eingehoben werden muss. Die verschiedenen Arbeitsschritte müssen sehr sorgfältig ausgeführt werden, um eine hohe Passgenauigkeit und damit eine gute Leistung zu erzielen. Der untere Bereich des Pumpensumpfs muss außerdem vor Beginn der Arbeiten abgemauert werden, damit der normale Betrieb auch während der etwa zwei- bis dreiwöchigen Bearbeitungszeit nicht behindert wird. Eine Außerbetriebnahme für den gesamten Zeitraum ist nicht möglich.

Anbau der Schalung um die Schnecke 1.
Auf dem Foto links ist die ausgebaute Schnecke zu sehen. Die Schnecke wird mit einer Schalung versehen, bevor der neue Estrich eingebracht wird.
Schnecke mit Schalung im Schneckentrog.
Auf diesem Foto ist die Schnecke mit Schalung wieder in der normalen Position eingebaut. Im unteren Bereich ist bereits Estrich eingebracht.
Einbau der Schmelzbasaltplatten.
Hier werden die Schmelzbasaltplatten neu verlegt.

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